Kurznachrichten

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Die Evangelische Kirchengemeinde Richen sucht für ihre Kindertagesstätte zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Kita-Leitung (w/m). Stellenbeschreibung
Repaircafé im Radio
Das Reichelsheimer Repaircafé war das erste im Odenwaldkreis. Träger ist die Kirchengemeinde. Einen Radiobeitrag hören Sie hier.

Religion meets Naturschutz

Besuch des Schaafheimer Gebetslabyrinths und des buddhistischen Klosters Siedelsbrunn
BuddhaReligionen für biologische Vielfalt: So nennt sich eine Projektgruppe, die Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Strömungen zum Thema Naturschutz und Biodiversität miteinander ins Gespräch bringen und gemeinsame Projekte initiieren möchte. Zu diesem Zweck haben sich zusammengefunden: Volker Maschmeyer, Manager im Ruhestand, der Reinheimer Naturpädagoge Detlef Baumann-Schiechel, Paula Scherer, Referentin vom Abrahamischen Forum, Margit Binz, Pfarrerin für Ökumene und interreligiösen Dialog im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald, sowie als Gast Jürgen Micksch, Geschäftsführer vom Abrahamischen Forum.Gebetslabyrinth2HP

Idee eines Gartens der Religionen
Die Gruppe ist offen für weitere Interessierte und hat sich bis jetzt dreimal getroffen: Das erste Mal im Evangelischen Dekanatszentrum in Groß-Umstadt, um Ziele und Vorgehen zu besprechen, das zweite Mal am Schaafheimer Gebetslabyrinth und das dritte Mal im buddhistischen Kloster in Siedelsbrunn. Sie richtet ihr Augenmerk auf eine interreligiöse Verknüpfung von Religion, Lebensphilosophie und natürlicher Vielfalt. Eine der langfristigen Ideen wäre zum Beispiel, einen Garten der Religionen entstehen zu lassen, der von Akteurinnen und Akteure unterschiedlicher religiöser Richtungen getragen wird, und so die Kooperation von Religionen und Naturschutz fördert. Der Zusammenhang ist auf den ersten Blick nicht sofort einleuchtend. Was haben Religionen und Naturschutz miteinander zu tun? Und wozu beim Thema Biodiversität überhaupt einen religiösen Aspekt mit ins Spiel bringen? Zwingend ist das nicht.

Auf den zweiten Blick aber gibt es viele Verbindungen zwischen religiöser Haltung und Naturschutz. Denn die Gärten, die Freiflächen und Außengelände, die Einzelne oder religiöse Gemeinschaften pflegen, sagen viel über grundlegende Lebenshaltungen und religiöse Überzeugungen aus. Sie bringen eine Botschaft rüber. Was da gepflanzt oder ausgerissen wird, was da wachsen und leben darf und wie unterschiedliche Menschen, Tiere und Pflanzen hier eingeladen und willkommen sind: All das predigt im besten Falle die Botschaft von der Gnade Gottes, von Mitgefühl, Achtung vor dem Leben, von der Suche nach Erleuchtung oder der Sehnsucht nach Erlösung. Und so ist die Gartenkultur auch seit jeher ein Ausdrucksfeld der verschiedenen religiösen Traditionen und ihrer Botschaften in Klostergärten, Zen-Gärten oder islamischen Gärten zum Beispiel.

Besuch gelungener Projekte
Um zu sehen, welche gelungenen Initiativen es in diesem Zusammenhang schon gibt, hat die Projektgruppe zunächst das Gebetslabyrinth in Schaafheim besucht. Das Labyrinth als Symbol taucht in verschiedenen Religionen auf und kann daher leicht einen Zugang für unterschiedliche Menschen eröffnen. Darüber hinaus ist seine Einbettung in die umgebende Natur beeindruckend, besonders der weite Blick über den Odenwald. Und das war durchdacht: Der weite Blick und die Verbindung zur Natur sollten sich im Zentrum als Kraftquelle eröffnen, so informierte Horst Bernhardt, der Initiator des Labyrinthes, der zusammen mit Eicke Meyer die Führung machte. Das Gebetslabyrinth findet generationenübergreifend Anklang im Dorf und darüber hinaus.

Beeindruckend war auch der Besuch im buddhistischen Kloster und Seminarhaus Buddhas Weg in Siedelsbrunn und das Gespräch mit der Leiterin Hue Nghiem. Sie ist ordinierte buddhistische Nonne und lebt hier zusammen mit vier anderen Ordinierten. Auch hier war vor sieben Jahren bei der Wahl des Ortes der weite Blick über die Hänge des Odenwaldes und die Verbindung zur Natur einer der ausschlaggebenden Faktoren. Bei Gehmeditationen im Wald oder bei geführten meditativen Wanderungen gehört Naturerleben unmittelbar zur religiösen Praxis. Mitgefühl mit allen lebenden Wesen drückt sich auch im Verhältnis zur Natur aus.

Die Projektgruppe wird sich auch an der ersten religiösen Naturschutzwoche in Darmstadt und Umgebung beteiligen, die in der ersten Septemberwoche, ab 4. September stattfinden wird (die Presseerklärung finden Sie hier). Dazu haben sich im März auf Einladung von Jürgen Micksch vom Abrahamischen Forum zwanzig Vertreterinnen von Religionsgemeinschaften und Naturschutzakteure getroffen. Ein zweites Treffen wird am Mittwoch, 10. Mai, um 16.30 Uhr stattfinden. Auskünfte zur religiösen Naturschutzwoche erteilt Paula Scherer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Ansprechpartnerin für Interessierte und Initiativen aus dem Vorderen Odenwald ist Pfarrerin Margit Binz (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Mobil: 0176-80546432).

Weitere Infos zum Thema: www.abrahamisches-forum.de/religionen-fuer-biologische-vielfalt

Text: Margit Binz; Fotos: Paula Scherer, Silke Rummel

Veranstaltungen

So.21.Jan (19:00 - ) Abend der Engel
Ev. Kirche Harpertshausen
Fr.26.Jan (19:00 - 20:00) 5015 - Interaktiver Online-Gottesdienst
Ev. Friedensgemeinde Eppertshausen
Sa.27.Jan (09:30 - 12:30) Vorbereitung des Weltgebetstages aus Surinam
Ev. Gemeindehaus Altheim
Sa.27.Jan (18:00 - ) Mitsing-Konzert mit Fritz Baltruweit
Ev. Michaelskirche Groß-Bieberau
So.28.Jan (14:00 - ) Gottesdienst zur Einführung von Pfarrerin Amélie Sinapius
Ev. Kirche Nieder-Klingen
So.28.Jan (17:00 - ) 377. Spachbrücker Abendmusik
Ev. Kirche Spachbrücken
So.28.Jan (17:00 - ) Orgelkonzert
Ev. Stadtkirche Groß-Umstadt
Mo.29.Jan (15:00 - 18:00) Vorbereitung des Weltgebetstages aus Surinam
Martin-Luther-Haus Reinheim
Di.30.Jan (19:30 - ) Ökumenischer Abend zu den neuen Bibelübersetzungen
Haus St. Barbara, Gartenstraße 15, Klein-Zimmern
Do.01.Feb (17:30 - ) Info-Abend: Neuer Ausbildungskurs Notfallseelsorge
Dekanatszentrum Groß-Umstadt, Am Darmstädter Schloß 2