Wie aus Peter ein Johannes wurde
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- Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. Februar 2012 12:55
Evangelische Kirche in Dorndiel feiert 50-jähriges Bestehen"Welchen Sinn hat Kirche noch heute?" Diese Frage stellte anlässlich eines besonderen Jubiläums ein katholischer Theologe in einer evangelischen Kirche. Früher hieß sie Kapelle St. Peter und Alexander, heute kennt jeder in Dorndiel sie als evangelische Johanneskirche. Das ist 50 Jahre her. Im Jahre 1962 ging das Gotteshaus für eine Mark an die Protestanten. Das tat den guten ökumenischen Kontakten jedoch keinen Abbruch. Pfarrerin Michaela Meingast, die in Dorndiel Pfarrerin ist, pflegt seit Jahren gute Beziehungen zu Dekan Erhard Weilbächer. Und dieser übernahm anlässlich des Jubiläums gerne die Predigt. Zudem, so Pfarrerin Meingast, sei es hier Tradition, dass man einmal im Jahr einen Kanzeltausch praktiziere.
Nach dem ökumenischen Festgottesdienst gab es noch einen großen Empfang im Bürgertreff. In einem Grußwort rief der erste Stadtrat Diethard Kerkau die Gläubigen zur gegenseitigen Toleranz auf. "Nicht das Gebäude zählt, sondern die Menschen darin!" Für Ortsvorsteher Wolfgang Vetter ist die evangelische Kirche, trotz ihrer kurzen Existenz, inzwischen nicht mehr aus dem Ortsleben wegzudenken. Dekan Joachim Meyer ging als Vertreter des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald kurz auf die Historie der Kirche ein. "Die christliche Kirche begann bekanntlich in einem Stall. Die Dorndieler Kirche war in ihren Anfängen ein Abstellraum für Leichenwagen." Er drückte seinen Dank für die guten ökumenischen Beziehungen aus. Im Rahmen des Empfangs wurde die Küsterin Inge Becker von Dekan Meyer für ihre jahrzehntelange Tätigkeit mit einem Buchpräsent geehrt. Ein Geschenk bekam auch die Dirigentin des Kirchenchores Christine Claar. Denn der Kirchenchor feiert auch etwas: Nämlich sein 40-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums hat der Kirchenvorstand eine Broschüre herausgebracht. Mehr Infos dazu hier.

