Auch Laien dürfen predigen
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- Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 02. Februar 2012 10:13
Sechs Prädikantinnen werden zum Dienst beauftragtAuf der Kanzel stehen und die Bibel in einem Gottesdienst auslegen, das will gelernt sein. Die Kirche hat dafür ausgebildete Theologinnen und Theologen in den Dienst gestellt. Doch manchmal sind die "Experten Gottes" krank oder verhindert, dann müssen die "Laien Gottes" ans Werk und Gottes Wort auslegen, damit ein Gottesdienst nicht ausfallen muss. In der Ev. Kirche in Hessen und Nassau gibt es hierfür die Möglichkeit sich zum Prädikanten ausbilden zu lassen. Viele Ehrenamtliche (derzeit rund 800 Prädikanten und 600 Lektoren) sind in der EKHN zum Predigtdienst bevollmächtigt. Auch im Dekanat Vorderer Odenwald gibt es die Möglichkeit, Prädikant zu werden.
Sechs Frauen haben sich dieser anderthalbjährigen Ausbildung unterzogen, und wurden nun in einem Festgottesdient für ihren ehrenamtlichen Dienst beauftragt. In der vollbesetzten Kirche in Georgenhausen-Zeilhard bevollmächtigte Pröpstin Karin Held die Prädikantinnen Corinna Delp (Niedernhausen), Dr. Waltraud Frassine (Reichelsheim), Birgit Helbig (Georgenhausen-Zeilhard), Natascha Hinte (Griesheim), Liane Steigerwald (Schaafheim) und Iris Zeuner (Reinheim) für ihren Auftrag und wünschte ihnen Gottes Segen.
Dekan Joachim Meyer hielt eine Predigt über das Lied: "Der Morgenstern ist aufgegangen" und überreichte den Prädikantinnen als Geschenk ein Buch, dass sich mit der Gottesdienstpraxis befasst. Im Anschluss gab es im Gemeindehaus einen Empfang, bei dem Grußworte von Vertretern aus den jeweiligen Ortsgemeinden gesprochen wurden. Ausbildungsleiter Werner Stoklossa, selbst Pfarrer und Bildungsreferent im Dekanat, erhielt als Dankeschön für sein Engagement ebenfalls ein Buch von Pröpstin Held. Schwerpunkte der Ausbildung waren, so Pfarrer Stoklossa, Präsenzübungen, Sprache, Gestik sowie eigenes Bibel- und Gottesverständnis. Die Ausbildung dauerte von August 2012 bis Januar 2012 und war in 16 Einheiten von je acht Stunden aufgeteilt. Prädikanten müssen bereit sein in jeder Gemeinde zu predigen, das Abendmahl auszuteilen und auch zu taufen. Nur beerdigen dürfen sie nicht, das müssen sie nach wie vor den "Experten" überlassen.


